Hausaufgaben sind fester Bestandteil des schulischen Alltags – mit ihnen üben Schüler selbstständiges Arbeiten und Verarbeiten der Lehrinhalte. Wir verraten Ihnen einige Tipps und Tricks, wie es mit den Hausaufgaben klappt.

Welche Eltern kennen das nicht: Die Sprösslinge kommen müde, hungrig und ausgelaugt von der Schule heim. Und jetzt stehen auch noch die Hausaufgaben an…

Motivation ist das A und O

Hausaufgaben sind wichtig, um den Unterrichtsstoff durch Wiederholung und Übung zu festigen. Tatsächlich halten Experten fest, dass die Schulleistungen umso besser werden, je höher die Qualität der Hausaufgaben ist und je vollständiger sie erledigt werden. Schüler sehen das natürlich anders. Sie beklagen sich häufig, dass die gestellten Aufgaben zu schwer, zu viel und zu aufwendig seien. Dabei ist Motivation das A und O: Schüler strengen sich dann an, wenn ihnen die Hausaufgaben interessant erscheinen, wenn sie davon ausgehen können, dass die Bearbeitung hilfreich für den Lernprozess ist und es ihnen gelingen wird, die Hausaufgaben gut zu lösen. Dies kann unterstützt werden durch Hausaufgabenkontrollen und wohlüberlegte sowie ansprechende Hausaufgabenstellungen durch die Lehrperson. Aber auch indirekt werden die Schülerleistungen positiv beeinflusst – durch den Stellenwert, den die Eltern dem jeweiligen Schulfach beimessen.

Den richtigen Rahmen für Hausaufgaben schaffen

Ein paar Dinge lassen sich von vornherein optimieren und sie helfen, dass Ihr Kind stressfrei lernt und sich wohlfühlt.

● Beste Zeit für Hausaufgaben: Jedes Kind hat seine eigene Lieblings-Hausaufgaben-Zeit. Finden Sie mit Ihrem Kind zusammen heraus, wann das Lernen besonders gut klappt.  Manche setzen sich gleich nach der Schule hin,   andere brauchen vielleicht erst einmal eine Pause.

● Gute Lernumgebung schaffen: Ein ruhiger Platz, viel Tageslicht und möglichst wenig Ablenkung durch Geschwister, Fernseher, IPad oder Radio: So geht die Bearbeitung der Hausübungen ganz leicht und schnell von der Hand. Zur Unterstützung sind ein passender Stuhl und ein höhenverstellbarer Tisch von Vorteil.

● Neugier wecken: Echtes Interesse am Thema und Eigenmotivation, wirklich lernen zu wollen, wirken wie Wunder. So wird ein schwieriger Lernstoff plötzlich leicht und das Lernen zum Selbstläufer.

● Pausen einlegen: Mit wachem Kopf lernt es sich am besten. Deswegen sind genügend Schlaf, frische Luft und ausreichend Bewegung die Grundvoraussetzungen für eine optimale Wissensaneignung. Da wir uns alle – und vor allem Kinder – nur für eine kurze Zeit wirklich konzentrieren können, sind Pausen essenziell. Gut genutzt mit einem Glas Wasser und einer kurzen Bewegungs- oder Entspannungsübung – wie wir im Vital4Heart und Vital4Brain zeigen – sind Erfolge vorprogrammiert.

● Da sein, aber nicht dabei sitzen: Schenken Sie Ihrem Kind Freiraum und Vertrauen. Grundsätzlich sollte Ihr Kind die Hausaufgaben selbständig erledigen. In der Regel sind die Aufgaben so gestellt, dass Schüler sie allein bewältigen können. Trauen Sie Ihrem Kind also ruhig etwas zu, aber seien Sie bei Fragen ansprechbar. Geben Sie dann jedoch nicht sofort die Antwort, sondern verweisen Sie stattdessen auf Lernwege. Selbst erarbeitetes Wissen bleibt erstens länger im Gedächtnis und zweitens kann Ihr Kind stolz auf den eigenen Lernerfolg sein.

Grundsätzlich ist es aber für den Lehrer und auch für die Eltern möglich, den Nutzen von Hausaufgaben deutlich zu steigern und die Schüler zu motivieren, ihre Hausübungen möglichst gut und vollständig zu erledigen.  Hausaufgaben führen schrittweise an die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen heran und können die Möglichkeit geben, sich Techniken anzueignen, sich selbst zu organisieren und zu motivieren. Und wer mag das Gefühl nicht, alle Hausübungen im Hausaufgabenheft abgehakt zu haben?!

 

 


Quellen: