Warum Aufwärmen vor dem Skifahren unverzichtbar ist

    Pulverschnee, perfekte Pisten, klare Bergluft und die Freude an der Bewegung. Skifahren und Snowboarden machen nicht nur Spaß, sondern fordern den Körper ordentlich heraus. Daher ist es so wichtig, den Körper vor der ersten Abfahrt richtig aufzuwärmen. Leider wird das Warm-up oft übersprungen - mit unnötigen Risiken und Verletzungen als Folge.

    Es bringt viele Vorteile vor der ersten Abfahrt ein gezieltes, dynamisches Aufwärmprogramm zu absolvieren. Schon fünf bis zehn Minuten reichen dabei aus, um den Körper optimal vorzubereiten, Beine und Rumpf zu aktivieren, Gelenke zu mobilisieren und den Kreislauf in Schwung zu bringen. 

    In erster Linie dient das Aufwärmen der Verletzungsprävention, denn kalte Muskeln sind weniger elastisch und anfälliger für Zerrungen, Muskelfaserrisse oder Bänderverletzungen (z.B. Knie oder Sprunggelenk).

    Auch die Leistung auf der Piste wird erheblich verbessert! Aufgewärmte Muskeln reagieren schneller, die Bewegungen werden kontrollierter und kraftvoller. Der Einstieg in den Skitag gelingt somit schneller. Der Körper ist sofort „betriebsbereit“ und die ersten Abfahrten fühlen sich sicherer an. 

    Außerdem sorgen zielgerichtete Aufwärmübungen für mehr Balance und Koordination, was besonders wichtig ist beim Snowboarden und bei wechselnden Schneebedingungen.

     

    Fazit: Warm fahren heißt sicher fahren

    Ein kurzes Aufwärmprogramm ist keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in deine Sicherheit sowie in die Leistungsfähigkeit und stellt einen großen Mehrwert für das Fahrvergnügen dar. Wer aufgewärmt startet, fährt kontrollierter, ermüdet langsamer und reduziert das Verletzungsrisiko deutlich. Also: Erst aufwärmen, dann ab auf die Piste! 🏂

     

    Unterhalb möchten wir euch nun fünf einfache Aufwärmübungen aus unserem Programm Vital4Body vorstellen. Diese Übungen kannst du direkt am Parkplatz, an der Talstation oder vor der Hütte machen – ganz ohne Equipment.

     

    1. MX6: Sumo Mobilix (Jumping Kid)

    • Schulterbreiter Beidbeinstand

    • Knie beugen, gefaltete Hände an der Brust, Unterarme waagrecht, Rücken gerade

    • Mache 10-15 Wiederholungen

    Aktiviert: Gesäß-, Bauch- und Rückenmuskulatur, Oberschenkel, Kniegelenke


    2. KX13: Ausfallschritt vorwärts (Jumping Kid)

    • Enger Beidbeinstand

    • Großer Schritt nach vorne

    • Hinteres Knie Richtung Boden senken

    • Oberkörper aufrecht

    • Arme wechselseitig diagonal mitführen

    • 5-8 Wiederholungen pro Seite

    Aktiviert: Beine, Hüftbeuger, Gleichgewicht


    3. KX16: Hampelmann (Jumping Kid)

    • Aus Beidbeinstand in die Grätsche springen

    • Arme zuerst eng am Körper anlegen, beim Hochsprung dann über den Kopf führen

    • Belastung für 30-60 Sekunden halten

    Bringt: Kreislauf in Schwung


    4. EX1: Standschrittdehnung (Walking Kid)

    • Enger Beidbeinstand

    • Spielbein mit beiden Armen fassen und zur Brust führen

    • Füße am Spielbein abwechselnd kreisen oder Fersen anheben und senken

    • 10-20 Sekunden pro Seite

    Wichtig für: Kantenkontrolle & Stabilität


    5. MX10: Baum im Wind (Power Kid)

    • Hüftbreiter Stand mit leicht gebeugten Knien

    • Die Finger berühren die Schultern

    • Oberkörper abwechselnd nach links und rechts drehen

    • Blick ist immer nach vorne gerichtet

    • 15-20 Wiederholungen

    Aktiviert: Rumpf, Wirbelsäule, Balance


    Alle Übungen findest du auch als Video auf unserer Homepage!